Saturn Filme
Einzigartige Dokumente aus der Frühzeit des österreichischen Films: Im 19. Jahrhundert war der Handel mit erotischen Bildern weit verbreitet. Nachdem die Gebrüder Lumière die Kinematografie ab 1895 weltweit popularisierten, nutzten die Filmhersteller das Potenzial des neuen Mediums auch zur Darstellung erotischer Sujets. Johann Schwarzer, ein findiger Fotograf aus Javornik in Schlesien, erkannte die kommerziellen Möglichkeiten erotischer Filmaufnahmen. In seinem Wiener Dachatelier produzierte er bald auch für den internationalen Markt. Saturn drehte zwischen 1906 und 1910 ausschließlich erotische Filme, die gleichzeitig als die ersten in Österreich hergestellten Spielfilme gelten. Die charmant gemachten erotischen Miniaturen verstanden zu unterhalten und richteten immer wieder augenzwinkernde Blicke auf die sakrosankten Institutionen der k. u. k. Monarchie, etwa das Militär oder die Ehe. Bis vor wenigen Jahren galt der Großteil der SATURN-FILME als verschollen. Durch intensive internationale Recherchen ist es dem Filmarchiv Austria gelungen, über 30 Titel wieder aufzufinden.
Hochpikante Herrenabend-Filme!
Baden verboten; Das Sandbad; Diana im Bade; Schleiertanz; Jugendspiele; Der Angler; Sklavenraub; Sklavenmarkt; Der Traum des Bildhauers; Eine aufregende Jagd; Eine moderne Ehe; Beim Fotografen; Eine lustige Geschichte am Fenster; Lebender Marmor; Weibliche Assentierung; Das eitle Stubenmädchen; Der Hausarzt; Die Macht der Hypnose; Vorbereitung für das Rendezvous; Im Bade; Die Zaubereien des Mandarins; Aufregende Lektüre
PRODUKTION: Saturn-Film, Wien
DIGITALE RESTAURIERUNG: Filmarchiv Austria 2009
BEGLEITMUSIK: Aljoscha Zimmermann, Florian C. Reithner, Gerhard Gruber






